Kinderzahnmedizin

Unsere Philosophie - zum Wohle des Kindes.

Milchzähne spielen nicht nur eine wesentliche Rolle beim Zerkauen der Nahrung. Sie übernehmen auch eine wichtige ästhetische und phonetische Funktion (Sprachentwicklung) und sind besonders wichtig als Platzhalter für die bleibende Zähne, die z. T. erst ab dem 11. Lebensjahr die Milchzähne ersetzen. Ab dem 6. Lebensjahr bekommen Kinder bereits seine ersten bleibenden Backen- und Frontzähnen.

Aus diesem Grund, ist es besonders wichtig auch ab Kleinkindalter die Zähne gut zu pflegen und zu putzen und eine ausgewogene, wenn möglichst zuckerarme Ernährung zu halten.

Wenn Karies schon stattgefunden haben, ist es auch deswegen wichtig sie zu behandeln. Tiefe Karies können zu Schmerzen bis Abszesse führen, die nicht immer harmlos verlaufen können und die in diesem Alter aus Kooperationsgründen eine anspruchsvollere Behandlung erfordern.

Die erste Zahnarztkontrolle empfehlen wir im Alter von ca. 12 Monaten oder anders gesagt, wenn der erste Milch-Backenzahn durchgebrochen ist. In diesem Alter kann man durch eine angepasste Ernährungs- und Mundhygieneberatung allfällige Risikofaktoren ändern. Somit kann der Kariesfortschritt noch rechtzeitig gestoppt werden. 

Bei der Behandlung eines Kindes ist es von absoluter Wichtigkeit, keinen Schmerz zu provozieren.

Eine Schmerzlose, freundliche Behandlung ist in der Kinderzahnmedizin höchste Gebot. Nur so kann eine vertraute Beziehung zum Zahnarzt gebaut werden. Traumatisierte Kinder werden später wahrscheinlich zu traumatisierten Erwachsenen. 

Wir legen sehr viel Wert auf eine Kinderfreundliche, ruhige und entspannte Atmosphäre.

Manchmal ist es jedoch, trotz allen Bemühungen, nicht möglich ein Kind regelrecht zu behandeln sei es weil das Kind sehr klein ist, oder weil es sehr grosse Angst hat oder weil eine Behinderung besteht. Bei solchen Situationen stehen uns medikamentöse Hilfsmittel zur Verfügung, die zur Beruhigung dienen. Sie erlauben eine regelrechte Behandlung durchzuführen. 

Dazu zählen die Inhalationssedativa (Lachgas), die orale/rektale Sedativa (Midazolam-Dormicum) oder die Vollnarkose (siehe Zahnarztangst)

Um sich gut auf den erste Zahnarztbesuch Ihres Kindes vorbereiten zu können, finden Sie wichtige Informationen im Elternbrief.

Dieses Infoblatt sollte den ängstlichen Kindern und deren Eltern die erste zahnärztliche Untersuchung etwas erleichtern.

Füllungen

Milchzähne werden heutzutage nur noch mit zahnfarbenen Kunstofffüllungen versorgt.

Stahlkronen werden noch häufig in der Kinderzahnmedizin gebraucht. Wenn die Zahnkrone stark zerstört ist (meistens nach einer Wurzelbehandlung oder bei Schmerzdefekten) wird der Zahn zur Stabilisierung mit einer Stahlkrone versorgt.

Wurzelbehandlungen im Milchgebiss

Wenn die Karies die Zahnpulpa (Nerv) erreicht hat, ist es eine sogenannte Pulpotomie bzw. Pulpektomie (eine Art Wurzelbehandlung) nötig um den Milchzahn zu erhalten. Dabei wird der entzündete Nerv entfernt und ein biologisch-kompatibles Medikament wird angebracht. Die Zahnkrone wird danach mit einer dichten Füllung (Composite oder Stahlkrone) verschlossen . Die Erfolgsquote dieser Behandlung ist mit den aktuellen Medikamenten sehr hoch, sodass die Milchzähne bis zur natürlichen Ausfall schmerz- und symptomfrei im Mund erhalten werden können.

Die Extraktion des Milchzahnes wird somit verschoben oder gar erspart.

Zahnunfälle

Zahnunfälle sind häufig bei Kindern und Jugendlichen.

Ob Milch- oder Bleibendezähne betroffen sind, es ist ein Besuch beim Kinder-Zahnarzt notwendig um Folgeschäden zu minimieren.

Link zu SVK Homepage zum Thema Zahnunfälle

Wenn das Kind Angst vor dem Zahnarzt hat ...

Viele Patienten haben Angst von der Zahnarztbehandlung. 

Es gibt erprobte Beruhigungsmittel, die in der Zahnmedizin sehr verbreitet sind und die ermöglichen diese Ängste zu überwinden. Die Behandlungen werden damit entspannter wahrgenommen.

Unseren Angst-Patienten zuliebe bieten wir:

  • Inhalationssedation (Lachgas Narkose)

  • Oral verabreichte Beruhigungsmittel (Midazolam Dormicum)

  • Vollnarkose oder Intubationsnarkose

  • Schmerzfreie Spritze

Lachgassedation - Inhalationssedation:

Bei der Anwendung von N2O/O2 handelt es sich um niedere Lachgas- und hohe Sauerstoff- Konzentrationen, die, mittels einer Nasenmaske eingeatmet werden. Diese bewirken eine Reduzierung der Angst und Schmerzschwelle sowie eine Verringerung des Würgereizes und eine Veränderung von Wahrnehmung und Zeitgefühl.

Heute kann bei dieser Art von Sedierung, bei einer kontrolliert hohen Sauerstoffzugabe und einer ärztlichen Voruntersuchung, als von einer sehr sicheren Methode gesprochen werden.

Nach einer Sedation mit Lachgas erholen sich die Patienten rasch. In den meisten Fällen wirkt die Lachgassedation oft Wunder bei Zahnarztangst.

 

Nicht jeder Patient geniesst jedoch die Behandlung mit Lachgas.

 

Kleine Kinder oder Kinder mit Behinderungen akzeptieren die Nasenmaske meistens nicht so gut. Sie sind deshalb keine gute Kandidaten für die Lachgassedation.

Für sie ist eine Beruhigung mit Midazolam (Dormicum) eine gute Alternative.

 

Sedation mittels Midazolam- Dormicum - Orale Sedation:

Midazolam ist ein  Beruhigungsmittel mit anxiolytischer, antiepilpetischer und muskelrelaxierender Wirkung. Der Würgreflex wird ebenfalls verringert und eine Amnesie wird verursacht. Das heißt, dass sich rund 50% der Patienten überhaupt nicht in irgendeiner Form an die Zahnbehandlung erinnern können.

 

Das Medikament wird mit Sirup 30 Minuten vor der Behandlung verabreicht bis die Wirkung einsetzt. Die Behandlung kann sofort beginnen.

Im Gegensatz zum Lachgas wirkt Midazolam über die eigentliche Behandlungszeit hinaus mehrere Stunden nach. Die Kinder müssen in diesem Zeitraum von den Eltern unter Kontrolle gehalten werden.

Auch die orale Sedation hat seine Grenzen. Nicht jedes Kind spricht gleich auf das Medikament an. Wenn trotz Beruhigungsmittel die Kooperation nicht genügt, bieten wir die Möglichkeit einer Sedation unter ambulanten (in der Praxis durchgeführte) Vollnarkose. Dasselbe gilt wenn der Umfang der Sanierung sehr gross ist (viele komplexe Behandlungen, die mehrere Sitzungen erfordern würden).

 

Sedation unter Vollnarkose:

Wir arbeiten seit vielen Jahren mit den Narkoseärzten von narkose.ch zusammen.

Das Team von narkose.ch besteht aus hochqualifizierten und sehr erfahrene Anästhesieärzten und Pflegefachkräften, die einer umfassenden modernen, mobilen Infrastruktur schweizweit anbietet.

Unter Vollnarkose werden gesamte Behandlungen durchgeführt, sodass eine totale Sanierung möglich ist.

Nach der Behandlung erwacht der Patient rasch auf und darf wieder nach Hause gehen.

Schmerzfreie Spritze:

Für unseren Klein-und Angstpatienten verfügen wir über eine grosse Erfahrung und moderne Geräte für ein schmerzfreies Anästhesieren. 

Welche Betäubung bzw. Anästhesie die beste ist, hängt zu einem guten Teil vom Befund bzw. von der geplanten Behandlung ab.

Es können auch mehrere Betäubungsverfahren kombiniert werden, um Zahnbehandlungen so stressfrei und entspannt wie möglich zu gestalten.

Oberflächenanästhesie:

Die Oberflächenanästhesie macht die Mundschleimhaut an der entsprechenden stelle unempfindlich für den Schmerz beim Einstich der Spritze. 

Infiltrationsanästhesie und Leitungsanästhesie:

Bei Zahnbehandlungen im Oberkiefer und im oberen Frontzahnbereich ist die Infiltrationsanästhesie das Standardverfahren. Bei dieser Art der Lokalanästhesie wird das Betäubungsmittel direkt dort ins Gewebe gespritzt, wo die Nerven betäubt werden sollen. Für die Betäubung des unteren Seitenzahnbereichs oder grösserer Kieferbereiche ist meist die Leitungsanästhesie das Betäubungsverfahren der Wahl. Dabei injiziert der Arzt das Anästhetikum in die Nähe der für den entsprechenden Kieferbereich zuständigen Nerven. Bei diesen beiden Verfahren werden auch ein Teil der Lippe und (bei der Leitungsanästhesie) eine Hälfte der Zunge taub.

 

Wenn all das bei Ihrem Kind als unangenehm empfunden wird,  verwenden wir in  bestimmten Situationen das neue Anästhesie-System The Wand.

Es handelt sich um ein computergesteuertes Anästhesiegerät, welches praktisch keine Schmerzen verursacht, schnell wirkt und keine taube Lippen, Wangen oder Zunge mit sich bringt. 

Prävention

Die Prävention in der Zahnmedizin schliesst alle Massnahmen ein, die eingesetzt werden, um Zahn- und Parodontalschäden vorzubeugen. 

In diesem Sinne, werden Ernährungsgewöhnheiten erfasst und, falls nötig, modifiziert. Ebenfalls wird die Mundhygiene entsprechend kontrolliert und neue Putztechniken werden beigebracht. 

Bei Kindern (ebenso wie bei Erwachsenen) sind professionelle Zahnreinigungen in regelmässigen Abständen (ein- oder mehrmals im Jahr, je nach Bedarf) notwendig. Eine Fluoridlackapplikation zur Kariesvorbeugung gehört auch dazu. 

 

Als mechanischer Schutz gegen die Ansiedlung von Bakterien und die Entstehung von Karies werden die Kauflächen der bleibenden Backenzähnen mit einer sogenannten Fissurenversiegelung geschützt. 

Es handelt sich dabei um einen dünnflüssigen Kunststoff auf Dimethacrylatbasis, die in den Zahnfissuren angebracht und ausgehärtet wird. Die Versiegelung bleibt in den Fissuren und, wenn korrekt durchgeführt, braucht später nicht mehr ersetzt zu werden. 

 
 
 
 
 
 
 

Zahnarztpraxis Bubenberg

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